Rettungsdienst VKA: Zu wenig, zu spät!

Gruppe von Personen in Rettungsdienstkleidung
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Mitglieder-Info dbb/komba gewerkschaft

Die dritte Verhandlungsrunde für den Rettungsdienst zwischen dem dbb und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) ist wieder ohne Ergebnis ausgegangen. Zentrales Thema dieser Verhandlungsrunde am 4. und 5. April 2024 war erneut die mögliche Ausgestaltung der Arbeitszeitverkürzung. Für den dbb steht weiterhin fest, dass die Arbeitszeit zeitnah und spürbar verkürzt werden muss!

Handlungsdruck

Der dbb fordert die Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden. Die Verhandlungskommission hat dazu bereits schnell einen ersten konstruktiven Textentwurf zur möglichen Arbeitszeitreduzierung vorgelegt. Erst spät legte die VKA überhaupt ein unzureichendes Angebot vor. Grob zusammengefasst, sah das Angebot der VKA nur eine Verkürzung auf 46 Stunden bis 2028 vor. Das ist zu spät und zu wenig!

Bewertung

„Wir hatten ganz konkrete Lösungsvorschläge zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit im Gepäck, am Ende gab es zwar ein Grundver-ständnis der Arbeitgeber für die Situation der Beschäftigten im kom-munalen Rettungsdienst, aber nur ein unzureichendes Angebot“, erklärte Andreas Hemsing, Verhandlungsführer und stellvertretender Vorsitzender der Bundestarifkommission und Bundesvorsitzender der komba. „Es war einfach zu wenig für eine Einigung. Wir bleiben dran!“, so Hemsing weiter. Die Verhandlungen werden im Mai 2024 fortgesetzt.

Hintergrund

Die tariflichen Regelungen für die Beschäftigten im kommunalen Rettungsdienst sind nicht mehr zeitgemäß. Hier macht sich der dbb auf, um Verbesserungen und Klarstellungen zu erreichen, damit Leben retten wieder den Stellwert bekommt, den es verdient.

 

Herausgeber: dbb, Geschäftsbereich Tarif, Friedrichstraße 169, 10117 Berlin, Tel. 030.40 81-54 00,
Fax 030.40 81-43 99, E-Mail tarif@dbb.de, v.i.S.d.P. Ulrich Hohndorf, Leiter Geschäftsbereich Tarif

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