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In der Sozialarbeit findet zur Zeit ein tiefgreifender Wechsel statt. Sozialpädagogen und Sozialarbeiter übernehmen immer mehr Managementaufgaben. In allen Bereichen egal ob Altenhilfe oder Jugendarbeit, Ehe- und Familienberatung oder Behindertenhilfe findet die soziale Arbeit auch heute schon oft in der Form des Case-Managements statt, in der unter anderem auch verschiedene Angebote und Leistungen koordiniert werden.

Das ist auch so im beschäftigungsorientierten Fallmanagement in den Jobcentern, einem weiteren Arbeitsfeld der sozialen Arbeit, bei der in einer besonders intensiven Form der Beratung und Begleitung der Weg in die Integration in den Arbeitsmarkt erfolgen soll. Damit ist hier ein neues Berufsprofil für Sozialarbeiter entstanden.

Fallmanager und Fallmanagerinnen kommen oft aus der Beratung. Sie sind speziell geschult und verfügen über ein umfangreiches Fachwissen. Sie arbeiten mit Arbeitssuchenden und Arbeitslosen mit komplexen Vermittlungshemmnissen auch im persönlichen und familiären Umfeld (zum Beispiel Überschuldung, Sucht, drohende Wohnungslosigkeit, Haft) und versuchen, Schritt für Schritt Lösungen zu finden und die Probleme in kooperativer Zusammenarbeit zu beseitigen.

Fallmanager koordinieren die nötigen Hilfs- und Unterstützungsangebote und arbeiten eng mit Trägern von Qualifizierungs-, Beschäftigungs- und Beratungseinrichtungen zusammen. Sie nehmen Kontakt zu Arbeitgebern auf und holen Stellen für die Kunden ein, sie unterstützen die Kunden bei der Arbeitsaufnahme und sorgen dafür, dass Arbeitsverhältnisse bestehen bleiben. Sie müssen auch wissen, wie mit schwierigen, zum Teil psychisch erkrankten Kunden umgegangen werden muss. Sie stellen sich einer Reihe von Anfeindungen aus der Gesellschaft, aber auch von eben den Kunden entgegen.

Sozialarbeiter in Jobcentern und alle anderen Mitarbeiter der Jobcenter auch sind nicht zu bedauern, wie das Kollegen aus anderen Bereichen oft tun, aber sie sind soweit es geht in ihrer Arbeit zu unterstützen und es ist nötig, ihnen eine Stimme zu geben, um bessere Arbeitsbedingungen, aber auch eine höhere Wertschätzung zu erreichen.

Der Arbeitskreis Soziale Arbeit der komba gewerkschaft nrw befasst sich intensiv mit den Belangen der Diplom Sozialarbeiter/innen und Diplom Sozialpädagogen/innen in ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie die Wertschätzung sozialer Arbeit, der Stellenwert der sozialen Arbeit in der Verwaltung, Schaffung von Aufstiegsmöglichkeiten, gleiche Eingangsvergütung bei gleichen Abschlüssen, Umgang mit Berufseinsteigern (Studienabsolventen, Traineeprogramme), Arbeitssituation im ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst).

Zu den weiteren Aufgaben des Arbeitskreises zählen der Aufbau eines Netzwerkes für Dipl. Sozialarbeiter/innen und Dipl. Sozialpädagogen/innen, Mitgliederbetreuung und Mitglieder-gewinnung, Multiplikatoren finden, Öffentlichkeitsarbeit, Informationsaustausch, die Auseinandersetzung mit aktuellen fachlichen Themen, Entwicklungen auf Gewerkschaftsebene vorantreiben sowie Austausch mit anderen Gremien und  Durchführung von Fachtagungen und Seminaren.

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