14.11.2014 / komba gewerkschaft nrw

Bünde: Stadtrat bewegt sich mit Ablehnung auf rechtlich gefährlichem Gebiet

Trauermarsch der Bünder Wehr (Foto: © privat)
Trauermarsch der Bünder Wehr (Foto: © privat)

Trauermarsch der hauptamtlichen Kräfte der Bünder Feuerwehr - Stadtrat lehnte neue Stellen für die Wache ab

Am Dienstagabend (11. November 2014) entschied der Rat der Stadt Bünde in geheimer Abstimmung mit 27:13 Stimmen, dass die hauptamtliche Wache aufgrund der prekären Haushaltslage keine neuen Stellen genehmigt bekommt. Zuvor zogen Kolleginnen und Kollegen der Bünder Wache, viele in der komba gewerkschaft nrw organisiert, und einige Ehrenamtliche aus den Löschgruppen, sowie Kollegen aus dem Kreis Herford und der Stadt Bielefeld mit einem Trauermarsch durch die Innenstadt zum Rathaus, um damit auf ihre berechtigten Forderungen nach mehr Personal hinzuweisen. Die rund 30 Feuerwehrleute wurden dabei begleitet von etwa 50 Bürgern, die ihrerseits Interesse an einem Ausbau der Personalstruktur hatten. Schließlich bestehen durch die dünne Personaldecke Mängel beim Brandschutzplan der Bünder Wehr. 

Heinz Mentrup, Mitglied im Vorstand des Fachbereichs Feuerwehr und Rettungsdienst der komba gewerkschaft nrw und Personalratsvorsitzender der Berufsfeuerwehr Münster: „Mit der Entscheidung, die dringend notwendigen Kräfte nicht einzustellen, begeben sich die Ratsmitglieder rechtlich in eine bedenkliche Situation. Sie nehmen damit Lücken in der Sicherheit der Bevölkerung und der Einsatzkräfte in Kauf. Das darf aus Sicht der komba nicht der Fall sein.“

Der Bürgermeister kritisierte seinerseits die in den vergangenen Wochen öffentlich geäußerten Aussagen, die "unberechtigte Ängste in der Bevölkerung schüren“ würden und schloss disziplinarische Konsequenzen für die Feuerwehrbeamten nicht aus.