27.09.2018 / komba gewerkschaft nrw

OGS: Austausch mit Beschäftigten vor Ort

Nichts ist so wichtig und ungefiltert wie die Meinung der Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Im Gespräch mit OGS-Beschäftigten aus Willich diskutierte die komba nrw am Dienstag (25. September) über die Situation vor Ort.



Rege Diskussionen in Willich. (Foto: © komba gewerkschaft nrw)
Rege Diskussionen in Willich. (Foto: © komba gewerkschaft nrw)

Welche Aspekte müssen unbedingt Eingang in die Forderungen nach mehr Qualität im Offenen Ganztag finden? Eine Frage, die Sandra van Heemskerk (stellvertretende Landesvorsitzende) den interessierten OGS-Beschäftigten in Willich stellte. Diese diskutierten rege die Notwendigkeit einer besseren Verzahnung von Schule und offenem Ganztag.

Bislang findet vielerorts kein regelmäßiger Austausch zwischen den Lehrkräften und dem pädagogischen Fachpersonal statt. Gerade dieser, so machten die Fachkräfte deutlich, ist allerdings maßgeblich für einen ganzheitlichen Blick auf die Kinder. Genauso waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber einig, dass die Raumausstattung verbessert werden müsse. Als Beispiel nannten sie Differenzierungsräume für pädagogische Angebote wie Hausaufgabenbetreuung sowie für Einzel- und Individualförderung. Ohne Frage kann auch ein geeigneter Fachkraft-Kind-Schlüssel die Qualität und die Arbeitsbedingungen in der OGS wesentlich steigern.

„Aktuell sind die qualitativen Rahmenbedingungen stark vom jeweiligen Träger abhängig. Daher fordern wir eine klare gesetzliche Regelung für Qualitätsstandards in der Ganztagsbetreuung. Um zu wissen, welche Hürden den Beschäftigten begegnen und ihre Anliegen in politische Gespräche einbringen zu können, ist dieser Austausch entscheidend“, sagte van Heemskerk am Rande der Veranstaltung.

Sprachen über die OGS (v.l.n.r.): Marcus Rümmler (Vorstandsreferent), Jasmin Jestel (Referentin), Sandra van Heemskerk (stellvertretende Landesvorsitzende), Petra Vogt (MdL, Mitglied im Arbeitskreis Schule und Bildung) und Frank Rock (MdL, Sprecher des Arbeitskreises Schule und Bildung). (Foto: © CDU Landtagsfraktion NRW)

Die komba gewerkschaft nrw lässt die Meinungen der Beschäftigten aktiv mit in ihre Forderungen zur OGS einfließen. Weitere Veranstaltungen dieser Reihe folgen im Herbst.

In Gesprächen mit der Politik bringt sie die Positionen der Kolleginnen und Kollegen immer wieder zur Sprache. Zuletzt im Austausch mit der CDU. Beim Thema Personalgewinnung sahen beide Seiten die Notwendigkeit einer Attraktivitätssteigerung des Berufsbildes. Bereits zuvor suchte sie den Dialog mit der SPD-Fraktion.