10.07.2017 / komba gewerkschaft nrw

CSD: Für Vielfalt im öffentlichen Dienst

© komba gewerkschaft nrw
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Die komba gewerkschaft nrw begleitete das „Christopher Street Day (CSD)-Wochenende“ (8./9. Juli) mit einem vielfältigen Programm und warb für ein buntes Miteinander – auch und besonders im öffentlichen Dienst.

Der Sonntag (9. Juli 2017) stand im Zeichen der großen Parade. Gemeinsam zogen Mitglieder der Kommission für Chancengleichheit (KfC) und der komba jugend nrw durch die Kölner Straßen, um ihre Stimme gegen jegliche Form der Ausgrenzung zu erheben. Eine der komba-Mitorganisatorinnen ist Judith Pickartz, stellvertretende Vorsitzende der komba jugend nrw. Sie sagt: „Die Teilnahme der komba jugend nrw ist mittlerweile gute Tradition. Es ist immer noch ein wichtiges Anliegen, auf die anhaltende Diskriminierung aufmerksam zu machen. Der CSD ist für uns daher viel mehr als nur ein Partyevent.“

Für Anusch Melkonyan, Vorsitzende der KfC und stellvertretende Landesvorsitzende, ist der CSD ebenfalls fester Bestandteil des komba-Kalenders: „Selbstverständlich bin ich auch in diesem Jahr wieder mit dabei. Die Kommission für Chancengleichheit steht bei der Demo mit vielen anderen für gesellschaftliche Akzeptanz ein.“

Warum es so wichtig ist, gemeinsam mit anderen für Vielfalt und gegen Diskriminierung zu demonstrieren, erklärt sie so: „Nach wie vor erfahren Menschen aufgrund ihres Geschlechtes, Alters, ihrer Behinderung oder ihrer sexuellen Orientierung Ausgrenzung oder Benachteiligung. Das passiert überall, leider auch im öffentlichen Dienst. Wir möchten auf der Parade gemeinsam mit der komba jugend nrw deutlich zeigen, dass wir das nicht akzeptieren und uns dafür einsetzen, dass Kolleginnen und Kollegen nie wieder derartige Diskriminierungen hinnehmen müssen. Damit auch das Motto ‚Nie wieder‘ gelebt wird, appelliere ich an alle: egal wo Ausgrenzung passiert, stellen Sie sich vor Ihre Kolleginnen und Kollegen und sehen Sie nicht weg!"

Der CSD startete für die komba nrw bereits am Samstag (8. Juni 2017) mit einem Impulsvortrag zum Thema „Out im Office?! – (Was) Hat die sexuelle Identität mit Job und Performance zu tun?“ von Dr. Dominic Frohn, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Diversity- und Antidiskriminierungsforschung (IDA). „Gemeinsam mit der Kommission setzen wir uns dafür ein, dass die Gesellschaft dem Thema Diversity aufgeschlossener gegenübertritt. Um unseren Mitgliedern zu zeigen, was es beispielsweise heißt im öffentlichen Dienst aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert zu werden, war es uns wichtig, mit einem Experten wie Dominic Frohn zu diskutieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich angeregt über eigene Erfahrungen mit Diskriminierungen am Arbeitsplatz aus“, resümiert Judith Pickartz.

Für die komba nrw steht fest: Auch im nächsten Jahr positioniert sich die Gewerkschaft auf dem CSD wieder für ein buntes Miteinander.